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Schwäbisch Gmünd, 19. Juni 2001
Faenza    Halbinsel von Sorrent
Begeisterung und Gastfreundschaft in Italien

Gmünder Akkordeonorchester zehn Tage auf den Spuren der Staufer

Unter seinem Reiseleiter Ulrich Hieber und Dirigenten Arno Hupprich war das Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester vom 24. Mai bis 5. Juni zu einer zehntägigen Italientournee gestartet. Sieben Konzerte vor begeistertem Publikum, unvergessliche Eindrücke und herzliche Begegnungen ließen die Reise durch Marken, Kampanien und Apulien zu einem besonderen Erlebnis für die 40 Reiseteilnehmer werden. Den Auftakt der Rundreise bildete die in der Nähe Ravennas gelegene neue Gmünder Partnerstadt Faenza. Nach einem herzlichen Empfang konnte vom Internationalen Keramikmuseum, in dem Vergangenheit und Gegenwart dieses Kunsthandwerkes miteinander verbunden sind, über mittelalterliche Palazzi bis hin zum Stadttheater und Dom die Stadt erkundet werden. Abgerundet wurden diese interessanten Einblicke durch eine gesellige Weinprobe mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Italien, um für das Konzert am Abend den richtigen "Schwung" zu bekommen.

Facettenreiches Konzertprogramm
Bewusst war im Vorfeld ein facettenreiches Konzertprogramm aus Klassik, Swing, Latin und internationalen Evergreens zusammengestellt worden. Der Solist Dieter Goal (Chromonika) stellte mit seiner musikalischen Virtuosität einen Garant für hochkarätige Konzertbeiträge dar.
Auf den Spuren der Staufer setzte das Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester am nächsten Tag seine Reise fort und erreichte die zweite Etappe: Jesi. Diese mittelalterliche Stadt zog mit ihren engen Gassen und Palazzi und ihrem italienischen Flair die Besucher in den Bann des berühmten Friedrich II. von Hohenstaufen. Von dem italienisch-deutschen "Komitee Federico II" wurden die Musikerinnen und Musiker aus der schwäbischen Stauferstadt willkommen geheißen und mit großem Engagement war ein Serenadenkonzert für Samstagabend in Jesi organisiert worden. Auf den Platz, der mittags bei der Stadtbesichtigung auf die Musiker beeindruckend groß und noch ausgestorben gewirkt hatte, strömten zu dem abendlichen Konzert reichlich interessierte Zuhörer, um den außergewöhnlichen Klängen eines Akkordeonorchesters zu lauschen.
Nach diesen beiden Konzerten in Faenza und Jesi mit vielen freundschaftlichen Begegnungen stand für die Reiseteilnehmer in dem 550 km südlicher gelegenen pulsierenden Sorrent für drei Tage die Erkundung der Westküste im Mittelpunkt. So konnte bei der Besichtigung des geschichtsträchtigen Monte Cassino, einer Wanderung über den Monte San Costanzo zur Punta Campanella mit herrlichen Ausblicken über die Halbinsel von Sorrent und die Insel Capri und anschließender gemütlichen Hocketse unter Zitronenbäumen bei Wein und Mozzarella viele neue Eindrücke gewonnen werden. Amalfi und Positano waren mit ihrer unvergleichlichen Küstenlage am Golf von Salerno weitere Sehenswürdigkeiten der Reise, bevor man den einzigen tätigen Vulkan des europäischen Festlandes, den Vesuv, durch einen Spaziergang um den Krater und die an dessen Fuß gelegene antike Stadt Pompeji mit den höchst beeindruckenden Ausgrabungen erkundete. Nun war es an der Zeit, die Tournee des Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchesters fortzusetzen, und so strebte die Reisegruppe die an der Ostküste gelegene Pilgerstadt San Giovanni Rotondo an. Das Konzert im dortigen Spital war wegen der beeindruckenden Stimmung eines der schönsten der Tournee: minutenlange standing ovations, außerordentliche Begeisterung und zahlreiche Fotos mit dem Orchester. Als Zeichen der Verbundenheit wurde jedem Orchesterspieler eine Gedenkmünze des Pater Pio und Papst Johannes Paul II. zum Andenken überreicht.

Riesige Gastfreundschaft
Auch in Melfi, der letzten Station der Tournee, wurde man mit außerordentlicher Gastfreundschaft empfangen und die Musiker erfuhren, daß einige Konzerte der Italientournee im italienischen Fernsehen gesendet wurden. Auch in Melfi kam die Besichtigung kultureller Höhepunkte wie z.B. Castel Monte und Trani nicht zu kurz. Im Rahmen des über Pfingsten stattfindenden Festivals der Stadt Melfi mit historischen Umzügen und Aktivitäten unterschiedlicher Gruppierungen setzte das Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester als besonderer Gast den Schlußpunkt der Fesivitäten und zugleich das letzte Konzert der schönen Italientournee.
Als Zwischenstation auf der Heimreise lag Rimini als willkommener Übernachtungsort. Es stellte mit seiner Aneinanderreihung von Hotelkomplexen einen echten Kontrast zu den beschaulichen italienischen Städten während der Tournee dar.

Reiseplan
e-mail Adressen

Amalfi    Zitronenbäume    Monte Sant' Angelo



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30. September 2001